Der Verein | Über das Hebammenzentrum
Räume
Im Hebammenzentrum befinden sich zwei Beratungsräume, zwei Gruppenräume und ein Vortragsraum.
Das Hebammenzentrum - Verein freier Hebammen ist eine vom Bundeskanzleramt - Sektion VI Familie und Jugend anerkannte und geförderte Familienberatungsstelle und ein Zusammenschluss von freiberuflich arbeitenden Hebammen.
Es bietet neben Einzelberatungen eine Vielzahl an Kursen, Gruppen, Workshops und Vorträgen für werdende Mütter* und Väter/Partner*innen sowie für Familien mit Neugeborenen und Babys.
Den Hebammen ermöglicht es Austausch unter Kolleg*innen, Fort- bzw. Ausbildung, Supervision und Werbung für ihre Angebote, für einige ist es auch ihr Arbeitsplatz geworden.
Mit der Organisation unterschiedlicher Veranstaltungen werden hebammenpolitische Standpunkte vertreten und Öffentlichkeitsarbeit für die Anliegen der Frauen* und Familien, aber auch der Hebammen gemacht. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Beratungstätigkeit, das Kursangebot und die Hebammenvermittlung. Die Förderung normal verlaufender Schwangerschaften und Geburten und damit auch von Hausgeburten ist und bleibt unser erstes Anliegen.
Aufgrund unterschiedlicher Förderungen, Kooperationspartner*innen, Sponsoren, Spenden und Mitgliedsbeiträgen kann das Beratungs- und ein Teil des Vortrags- und Gruppenangebotes kostenlos in Anspruch genommen werden.
Finanzierung
Förderungen durch Mittel aus der öffentlichen Hand
Das Hebammenzentrum ist eine seit 1990 anerkannte und vom Bundeskanzleramt - Sektion VI Familie und Jugend geförderte Familienberatungsstelle.
Das Bundeskanzleramt fördert das Hebammenzentrum auch im Rahmen der Elternbildung.
Die Stadt Wien subventioniert das Hebammenzentrum über die Wiener Gesundheitsförderung (WIG), damit werden vor allem Kosten der Infrastruktur abgedeckt.
Das Projekt Muttersprache: Frau wird vom Fonds Soziales Wien gefördert.
Kooperationen
Die Betreuung im Rahmen des Pilotinnenprogramms kann dank einer seit 2016 laufenden Kooperation mit einer privaten österreichischen Stiftung kostenlos ermöglicht werden.
Weiters kooperieren wir mit den Firmen MAM, OLEOvital und Johannisbrunnen.
Mitgliedsbeiträge und Spenden
Sowohl Hebammen als auch andere Privatpersonen fördern das Hebammenzentrum mittels einer Mitgliedschaft.
Spenden von betreuten Frauen und Familien sowie weiteren Privatpersonen ermöglichen uns die Aufrechterhaltung und den Ausbau unserer kostenlosen Angebote.
Geschichte des Hebammenzentrums
1978 wurde der Samen zur Idee des Hebammenzentrums von Frédérick Leboyer gesät. Sein Auftritt und die Präsentation des Films „Die sanfte Geburt“ gaben den Anstoß zu neuen Gedanken und Überlegungen zur Geburtshilfe und Hebammenarbeit in Österreich.
Frauen* und Hebammen forderten die Stärkung der Frauen* und ihrer Ressourcen, eine selbstbestimmte Geburt und Geburtsvorbereitung.
Wir Hebammen wollten auf der einen Seite ein Angebot stellen und gleichzeitig stieg auch die Nachfrage der Frauen* nach kontinuierlicher Betreuung.
Dadurch eröffnete sich ein neues Arbeitsfeld für Hebammen, welches 1994 im Hebammengesetz verankert wurde. Schwangerenbetreuung, Geburtsvorbereitungskurse, Hausgeburten, Geburtsbegleitungen ins Spital und Wochenbettbetreuung wurden vermehrt in die Hebammenarbeit integriert.
1988 wurde, vor allem um die Wichtigkeit der Hebamme in die Öffentlichkeit zu bringen, der „Verein freier Hebammen“ gegründet. Ein Jahr später bekam der Verein ein zu Hause in Form des „Hebammenzentrums - Verein freier Hebammen“ in der Lazarettgasse.
Das Zentrum wurde von freipraktizierenden Hebammen gegründet, die eine Anlaufstelle zur Beratung von Frauen* und deren Partner*innen bieten wollten. Diese Hebammen berieten vor Ort oder auch telefonisch. Im Mittelpunkt stand und steht die normal verlaufende physiologische Geburt.
Neben den Beratungen konnten sich immer mehr Angebote im Hebammenzentrum etablieren. Zwei Mal im Jahr erscheint unser Magazin „das hörrohr“, hier werden das Kursprogramm, Rezepte, Geburtsberichte, Buchrezensionen und Artikel zu verschiedenen Themen veröffentlicht.
1990 wurde das Hebammenzentrum als geförderte Familienberatungsstelle anerkannt. Das ermöglichte den Hebammen, eine Reihe von kostenlosen Angeboten zu etablieren.
Seit 2008 ist das Zentrum eine offizielle Ausbildungsstätte für Studierende des Wiener Fachhochschullehrgangs für die Ausbildung zur Hebamme.
Wir konnten (und können) uns über großen Zulauf freuen und entschlossen uns zum 20-jährigen Bestehen, unsere Räumlichkeiten zu erweitern.
Jetzt arbeiten eine Vielzahl von Hebammen, auf Honorarbasis oder angestellt, berufsübergreifend mit einem Sozialarbeiter und einer Sozialarbeiterin, einem Väterberater, einer Ärztin, zwei Physiotherapeutinnen, zwei Pädagoginnen und einer Psychologin/Psychotherapeutin. Unterstützt werden sie von drei Frauen in der Administration.
Neben Subventionen finanziert sich das Hebammenzentrum durch seine Mitglieder, Spenden, Sponsoring, Kooperationen, Projektpartner*innen und sehr viel persönliches Engagement.
Der „Verein freier Hebammen“ umfasst mittlerweile über 40 Mitgliedshebammen. Das Hebammenzentrum bietet ihnen auch Raum für Austausch und Fortbildung.
Detaillierte Infos zu
ÜBER DAS HEBAMMENZENTRUM
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