BUCHBESPRECHUNG

Keine Angst vor Babytränen


Wie Sie durch Achtsamkeit das Weinen Ihres Babys sicher begleiten


Was tun, wenn mein Baby weint? Was löst sein Weinen bei mir aus? Ist unser Baby ein Schreibaby? Viele Eltern sind mit diesem Thema überfordert, fühlen sich sehr schnell hilflos und kommen an ihre Grenzen. Thomas Harms (Psychologe und Therapeut) hat mit diesem Ratgeber ein Buch für Eltern geschrieben, welches auf der von ihm entwickelten „Emotionellen Ersten Hilfe“ - einer körperorientierten Eltern-Säuglings-Therapie - basiert.
Arten des Weinens, mögliche Gründe dafür und auch die sehr vielfältigen Bedürfnisse eines kleinen Babys, werden gut erklärt. Das Thema Bindung bekommt viel Raum und wird unter verschiedensten Aspekten beleuchtet. Mit vielen alltagsnahen Beispielen beschreibt der Autor, wie es passieren kann, dass Eltern sich selbst aus dem Blick verlieren und über die „Sackgasse der Ablenkung“ versuchen, ihr weinendes Baby zu beruhigen.
Die Idee der „Emotionellen Ersten Hilfe“ ist, dass Eltern durch bewusstes Atmen, achtsame Selbstbeobachtung und Körperwahrnehmung lernen, bei sich zu bleiben, um ihrem aufgelösten, gestressten Baby besser helfen zu können.


Außer einer ausführlichen Beschreibung, wie man das unstillbare Schreien eines Säuglings begleiten könnte, finden sich im zweiten Teil des Buches vielen Übungen, die Eltern dabei unterstützen sollen, das Weinen Ihres Babys zulassen zu können. Wichtig ist dem Autor, dass es dabei nicht um mechanisches Aushalten geht, sondern um empathisches Begleiten, mit dem Fokus auf den eigenen Körper.
Wann und wie eine Familie sich professionelle Unterstützung holen sollte, ist Thema im letzten Kapitel, einschließlich einer „Checkliste der Belastung“, die aus vielen leicht verständlichen Fragen besteht.


Empfehlenswert ist das Buch sowohl für werdende Eltern, als auch für Mütter und Väter, die nach erster Hilfe im Umgang mit ihrem weinenden Baby suchen, wenngleich die schon im Buchtitel geforderte Achtsamkeit auch für das Lesen des Buches und die Umsetzung der darin enthaltenen Theorie selbst gelten sollte. Wesentlich ist, das Buch nicht als klassischen Ratgeber mit Handlungsanweisungen zu lesen, da es nicht um Regeln, sondern um eine bestimmte Haltung geht.

Cover Keine Angst vor Babytränen

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